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Nein zum islamischen Gesetz, der Shari‘a, in Irak

Nein zu einem islamischen Regime in Irak

Ja zu einem säkularen Staat in Irak

Ja zu einem egalitären Gesetz in Irak

Pressemitteilung der Organisation für die Freiheit von Frauen in Irak über die Adoption der islamischen Shari'a durch den Regierenden Rat in Irak

14.01.2004

Als Schritt gegen die durch den unermüdlichen Kampf der irakischen Frauen erreichten progressiven Gewinne und gegen die hohen Ziele von Frauen, von progressiven und egalitären Menschen und gegen die Rechten von Frauen hob Saddams Regime viele Artikel des irakischen Familiengesetzes auf. Das Regime führte Gesetzesartikel der Jahrhunderte alten islamischen Shari'a ein, inklusive diejenigen, die Ehrentötung duldeten. Prostituierte wurden geköpft und das Regime startete die so genannte Glaubenskampagne, mit der Schleierzwang eingeführt wurde.

Heute unterschreibt der Leitende Rat die islamischen Shari'a, um die in Jahrzehnten des erbitterten Kampfes gewonnenen Rechte aller Frauen zu enteignen.

Die irakische Gesellschaft wird sich nicht um ein halbes Jahrhundert zurück entwickeln, um Gesetze auszuführen, die seit langer Zeit ungültig sind. Die irakische Gesellschaft ist eine weltliche Gesellschaft. Die irakischen Frauen und die Männer haben nicht davon geträumt, den Baath- Faschismus zu stürzen, um ihn dann mit einer islamischen Gewaltherrschaft zu ersetzen. Der Regierungsrat bestimmte bald nach seinem Beginn, dass der internationale Frauentag vom 8. März an einem islamischen Datum stattfinden wird, als ein Schritt, der irakischen Gesellschaft die islamischen Gesetze aufzuerlegen. Sie planen, das Elend der Frauen in Afghanistan, Iran und Sudan zu wiederholen, welche darum ringen, sich sobald wie möglich von der politischen Hölle des Islam zu emanzipieren.

Der durch die USA installierte Regierungsrat arbeitet gegen die irakischen Massen, welche absolute Verfechter des Egalitarismus sind und die Befreiung der Menschen kämpfen. Dieser Rat hat kein Recht, Gesetze zu entwerfen und sie den irakischen Massen aufzuerlegen.

Die Organisation der Freiheit von Frauen in Irak war von Beginn weg gegen diesen Rat, der den irakischen Massen auferlegt wurde. OWFI ruft in seinen Gründungsaufruf dazu auf, einen säkularen und nicht-nationalistischen Staat aufzubauen, wo Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie eine säkulare Gesetzgebung das alle Iraker und Irakerinnen als gleichwertige Bürger betrachtet. Diese Organisation kämpft klar gegen diese Gesetze, die hinter der Bühne gegen die irakischen Massen verabschiedet werden. Eine säkulare Regierung in Irak, mit einer säkularen Gesetzgebung, Trennung der Religion von Staat, Bildung und Regierungsämtern, volle Gleichheit von Mann und Frau sind dringende Forderungen, die keinem Kompromiss unterwerfen werden.

Unsere Proteste in Bagdad und überall auf der Welt werden den islamischen Gruppen keine Chance geben, den irakischen Menschen ihre mittelalterlichen Gesetze aufzuzwingen.

Wir rufen alle Verteidiger und Verteidigerinnen der Gleichberechtigung und der Frauenbefreiung auf, ihre Stimme den Stimmen der irakischen Frauen beizufügen. Die Schwerter des Islam und der Shari’a sind in Sicht, welche das Leben und die Rechte der irakischen Frauen bedrohen.

Für volle Gleichberechtigung der Geschlechter

Für einen säkularen Staat in Irak

Organisation für die Freiheit von Frauen in Irak


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