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Bericht über die Delegation zur ILO in Genf

15. März 2004

Internationale Kampagne gegen die Besatzung und für die Arbeitsrechte in Irak

Präsentation

Am 15. März 2004 besuchte eine internationale Delegation mit Vertretern von US Labor Against the War (USLAW), der Internationalen Konfıderation der arabischen Gewerkschaften (ICATU), der Federation of Workers Councils and Trade Unions in Iraq (FWCUI), und Gewerkschaft der Arbeitslosen in Irak (UUI) , die Internationale Arbeitsorganisation ILO in Genf.

All diese Organisationen sind Teil der internationalen Kampagne gegen die Besatzung und für die Arbeitsrechte in Irak. Die Delegation umfasste folgende Mitglieder:

 

  1. Gene BRUSKIN, co-convenor, US Labour Against War-  USLAW;

  2. Daniel GLUCKSTEIN, International coordinator of the International Liaison Committee of Workers and Peoples (ILC);

  3. Falah ALWAN, President of the Federation of Workers Councils and Trade Unions in Iraq (FWCUI);

  4. Khadije EL HUSAINI, International Confederation of Arab Trade Unions (ICATU);

  5. Aso JABBAR, Union of Unemployed in Iraq (UUI);

  6. Olivier DORIANE, International Liaison Committee (ILC), France;

  7. -Jean-Pierre BARROIS, Member of the delegation that went to Iraq in October 2003, (France);

  8. Max ROBERT, Hosting committee for the conferences in defence of ILO conventions (Switzerland)

Die Delegation bestand aus Gene Bruskin, Mitconvenor der amerikanischen Gewerkschaften gegen den Krieg (USLAW), Daniel Gluckstein, Organisationsplaner, Internationaler Verbindungsausschuss von Arbeitern und Vılkern (ILC); Falah Alawn, Präsident des Verbandes der Arbeiterräte und Gewerkschaften in Irak (FWCUI); Khadije El Husaini, Internationaler Bund arabischer Gewerkschaften (ICATU); Aso Jabbar, Gewerkschaft der Arbeitslosen in Irak (UUI); Olivier Doriane, Internationaler Verbindungsausschuss (ILC), Frankreich; Jean-Pierre-Barrois, Mitglied der Delegation, welche im Oktober 2003 Irak besuchte, (Frankreich); Max Robert, Gastgeber- Komitee für die Konferenzen zur Verteidigung der ILO-Konventionen (Schweiz).

 

Sie gingen zum ILO-Büro, wo sie ein Memorandum mit Dokumenten als Beilage abgaben. Nach dieser Versammlung nahmen sie einen internationalen Aufruf an, den sie zusammen  mit dem Memorandum der internationalen Arbeitsbewegung übergeben.

 

Memorandum

Unterbreitet durch die Delegation der Internationalen Kampagne Gegen die Besatzung und für die Arbeitsrechte in Irak anlässlich des Besuchs bei der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf am 15. März 2004

 

Die Delegation, die der Arbeitsgruppe der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) dieses Memorandum präsentierte, besteht aus Delegierten der "Internationalen Kampagne gegen die Besatzung und für die Arbeitsrechte in Irak".

 

Diese Kampagne wurde im Juni 2003 gestartet bei einer internationalen Versammlung der amerikanischen Gewerkschaften Gegen den Krieg (USLAW), dem Internationalen Bund arabischer Gewerkschaften (ICATU) und dem Internationalen Verbindungsausschuss von Arbeitern und Vılkern (ILC), in Verteidigung der ILO-Konventionen.

 

Wir sind gegen diesen Krieg und werden gegen diesen Krieg und die durch die U.S.A. geführte Besatzung von Irak bleiben. Im Namen der Demokratie entschieden wir uns letzten Juni, eine globale Kampagne für die Anerkennung der Arbeitsrechte in Irak zu starten. Dies ist der Zweck des Memorandums, das wir der ILO heute, 15. März 2004, präsentieren.

 

  • In Anbetracht der Tatsache, dass der Wiederaufbau und die Einführung der demokratischen Selbstbestimmung nur erfolgreich sein wird, wenn die irakische Bevılkerung selbst ihre Souveränität ausübt, um den Wiederaufbauprozess voranzutreiben;

 

  • In Anbetracht der Tatsache, dass dies in Hinblick auf Iraks Arbeiter besonders wahr ist - die meisten von ihnen sind gegenwärtig arbeitslos und fürchten, dass ihr wirtschaftliches Wohlergehen ihrer Kontrolle entzogen worden ist und faktisch von den Besatzungsmächten abhängt;

 

  • In Anbetracht der Tatsache, dass es die Bevılkerung von Irak selbst sein muss, die die Aufgabe hat, ihre eigene Verfassung und ihre eigenen Gesetze zu entwerfen, einschlieşlich ihres eigenen Arbeitsgesetzes und dem Recht auf Arbeitslosenunterstützung;

 

  • In Anbetracht der Tatsache, dass die irakischen Arbeiter befürchten, dass die durch die Besatzungsmächte getroffenen Entscheidungen, speziell bei Privatisierungen im ıkonomischen Bereich, die Ausplünderung der irakischen Ressourcen durch multinationale Unternehmungen vorantreiben wird;

 

  • In Anbetracht der Tatsache, dass es die irakischen Arbeiter mit ihren ordnungsgemäş gewählten Vertretern sind, die ihre Forderungen bei der Ausarbeitung des Arbeitsgesetzes formulieren müssen, welches nur von den irakischen Arbeitern selbst in Irak geschrieben werden kann;

 

  • In Anbetracht der Tatsache, dass bei der letzten ILO-Jahresversammlung im Juni 2003 die ILO-Arbeiter-Gruppe ein Statement annahm, welches besagt:

 

  • "Die Arbeiter-Gruppe glaubt, daş allen Leuten von Irak, besonders den Armen, den kırperbehinderten und anderen verwundbaren Gruppen, Unterstützung in der Rehabilitationsausübung gegeben werden muş. Die Gruppe fordert die sofortige Wiederaufnahme der Arbeit für alle irakischen Arbeiter, bei vollem Schutz der Lıhne. Sie fordert auşerdem, dass die Erdılvorräte Iraks einzig und allein durch die Menschen im Irak und ausschlieşlich für ihren eigenen Nutzen benutzt werden.¦

 

  • "Im neuen Irak muş es, analog zu den ILO-Standards, volle Vereinsfreiheit geben, die den irakischen Arbeitern das Recht garantiert, sich zu organisieren und gemeinschaftlich zu handeln; es muş Demokratie mit vollen zivilen Freiheiten geben, welche es den Gewerkschaften erlaubt, ihre eigene Führung unabhängig und ohne Einmischung zu wählen; es muş das Recht auf Selbstbestimmung der irakischen Menschen geben.¦

 

  • In Anbetracht der Tatsache, dass keine der Forderungen der Arbeiter-Gruppe vom Juni 2003 erfüllt worden ist;

 

  • In Anbetracht der Tatsache, dass die ILO-Konventionen, im speziellen die Konventionen 87 und 98, die das Recht auf freie Wahl der Gewerkschaft und auf kollektives Handeln beinhalten, ignoriert wurden und deshalb für alle Arbeiter in Irak sowie auf der ganzen Welt durchgesetzt werden müssen;

 

  • In Anbetracht der Tatsache, daş es im Interesse der Arbeiter der ganzen Welt und der Arbeiter in Irak ist, gegenseitige Solidarität auszuüben;

 

  • In Anbetracht der Tatsache, dass der Krieg und die Besatzung Iraks zu äuşerst gefährlichen Arbeitsbedingungen in Irak geführt haben sowie zur Verletzung der international anerkannten UNO-Konvention 138 gegen die Kinderarbeit;

 

Wir präsentieren folgende Dokumente:

 

    • Die Dokumente, die durch die internationale unabhängige Delegation bei ihrem Aufenthalt im besetzten Irak im Oktober 2003 gesammelt wurden. Diese Dokumente wurden von der internationalen Delegation gesammelt und der internationalen Arbeiterbewegung übergeben, insbesondere in den Vereinigten Staaten, wo sie bei einer nationalen Versammlung präsentiert wurden, die im Oktober 2003 von USLAW organisiert wurde, und ebenso beim AFL-CIO-Hauptquartier im Februar 2004.

 

    • Die Dokumente der Gewerkschaft der Erwerbslosen in Irak (UUI) und des Verbandes der Arbeiterräte und Gewerkschaften in Irak (FWCUI). Diese Dokumente wurden dem Regionalvertreter der ILO in Beirut präsentiert.

 

Wir präsentieren den Entwurf eines Arbeitsgesetzes, welches vom Verband der Arbeiterräte und Gewerkschaften in Irak (FWCUI) vorgeschlagen wurde, ebenso wie den Bericht óThe Corporate Invasion of Iraq¦, welcher von USLAW zusammen gestellt wurde und mittels Zeugenaussagen belegt, wie multinationale Firmen, welche in Irak operieren, Arbeitsrechte verletzen indem sie andere US-amerikanische Rechte verletzen.

 

Andere Dokumente, die eventuell durch die ILO gesammelt worden sind und die sich mıglicherweise im Besitz der ILO befinden, sind Teil der Dokumente, die wir eingereicht haben.

 

All diese Dokumente enthüllen die fürchterlichen Lebensbedingungen der irakischen Arbeiter und weisen nach, daş mehr als 70% der Werktätigen arbeitslos sind.

 

Diese Dokumente beweisen, dass das Streikrecht, das Recht einer Gewerkschaft der eigenen Wahl beizutreten, die Handelsfreiheit und das Recht zum kollektiven Handeln in Irak nicht existieren.

 

Diese Dokumente beweisen, daş Organisationen, die von den irakischen Arbeitern selbst gegründet wurden, nicht anerkannt werden, und dass irakische Arbeiter bei Streiks bedroht und angegriffen wurden.

 

Sie beweisen, daş das von Saddam Hussein 1987 verabschiedete schändliche Gesetz zum Streikverbot in allen Staatsbetrieben nicht aufgehoben worden ist.

 

Die Tatsachen begründen eindeutig, daş die ILO-Konventionen 87 und 98 nicht respektiert werden: Am 27. Januar 2004 beschloş die Besatzungsbehırde, einem Gewerkschaftszusammenschluş mit der offiziellen Verfügung Nƒ3 die volle Anerkennung zu geben, was bedeutet oder impliziert, dass alle anderen illegal sind.

 

Wir stellen die folgenden fünf Fragen:

 

  • Ist es nicht eine “bertretung der Artikel 1 & 2 der ILO Konvention 87, die je festlegen, daş "Arbeiter und Angestellte ohne irgendeinen Unterschied das Recht haben, ohne vorausgehende Autorisation Organisationen ihrer Wahl zu gründen sowie diesen Organisationen beizutreten" (Artikel 1) und die "Arbeiter- und Angestelltenorganisationen das Recht haben, ihre Regeln selber auszuarbeiten und ihre Vertreter frei zu wählen¦ (Artikel 2)?

 

         Ist es nicht eine “bertretung des Artikels 3 der Konvention 87, die festlegt, daş "die ıffentliche Hand sich jedwelcher Einmischung enthält, jede Handlung, die diese Rechte einschränkt oder die die legale Ausübung dieser Rechte verhindert?"

 

  • Ist es nicht eine “bertretung des Artikels 1 der Konvention 98, die festlegt, daş "die Organisationen von Arbeitern und Angestellten gegen Einmischung hinreichend geschützt werden müssen, wenn beispielsweise Manager drohen, Arbeiter aus dem Grund zu entlassen, weil sie sich Gewerkschaften angeschlossen haben, die für illegal gelten?"

 

  • Ist es nicht eine “bertretung der ILO Konvention 87, wenn Gewerkschafter wegen ihrer Aktivitäten ins Gefängnis geschickt werden und wenn die Behırden in die Gewerkschaftsbüros eindringen?

 

  • Ist es nicht eine “bertretung der ILO Konvention 98, wenn sich die Behırden das Recht nehmen zu entscheiden, welche Organisationen anerkannt werden sollen und damit bestimmen, wer verhandeln soll?

 

Im Wissen darum, daş das Ministerium der Arbeit in Irak eine "gegenseitige Vereinbarung¦ mit der ILO unterschrieben hat, bitten wir, daş diese Dokumente ıffentlich gemacht werden.

 

Wir übergeben dem International Labour Office und seiner Arbeitsgruppe eine von den irakischen Arbeitern und ihren Gewerkschaften in Einklang mit den Forderungen der internationalen Arbeiterbewegung formulierte Forderung, daş die ILO eine Untersuchung der “bertretungen der ILO Konventionen 87 und 98 und die Situation der Arbeiter im Irak durchführt, damit der vollständige und dokumentierte Bericht, der alle Tatsachen aufführt, den Delegierten im Juni 2004 bei der nächsten ILO-Jahresversammlung präsentiert wird.

 

Wir bitten, daş die ILO ihre ganze Autorität und ihre Vorrechte einsetzt um sicherzustellen, daş die ILO-Konventionen 87 und 98 in Irak vollständig durchgesetzt werden.

 

Es ist unsere Absicht, die Vorrechte aller Arbeiterorganisationen in Irak und der ganzen Welt zu respektieren und die Rechte der Arbeiter in Irak zu unterstützen. Wir sind in keiner Konkurrenz zu anderen Organisationen; das Ziel unserer Kampagne ist, in vollem Respekt gegenüber den Vorrechten jeder anderen Organisation, einen Beitrag zum Kampf der irakischen Arbeiter für ihre Rechte zu leisten, welche ein Bestandteil der Demokratie sind.

 

Die Delegation:

 

  1. Gene BRUSKIN, co- convenor,US Labor Against War (USA); 

  2. Daniel GLUCKSTEIN, International coordinator of the International Liaison Committee of Workers and Peoples (ILC);

  3. Falah ALWAN, President of the Federation of Workers Councils and Trade Unions in Iraq (FWCUI);

  4. Khadije EL HUSAINI, International Confederation of Arab Trade Unions (ICATU);

  5. Aso JABBAR, Union of Unemployed in Iraq (UUI);

  6. Olivier DORIANE, International Liaison Committee (ILC), France;

  7. Jean-Pierre BARROIS, Member of the delegation that went to Iraq in October 2003, (France);

  8. Luis BLANCO, Gewerkschaftsoffizier des Verbandes der Stahlarbeiter (FTMH) (Schweiz),

  9. Luc DELEY, Hosting committee for the conferences in defence of ILO conventions (Switzerland).

  10. Max ROBERT, Hosting committee for the conferences in defence of ILO conventions (Switzerland).
     

Ich unterschreibe dieses Memorandum ıffentlich

[ ] Als Privatperson

[ ] Im Namen meiner Organisation

Name:

Adresse:

Ort:

Staat:

E-Mail

Telephone/Fax

Organisation:

Funktion:

Appell der internationalen Delegation


Unsere Delegation setzte sich wie folgt zusammen:

  1. Gene BRUSKIN, co-convenor, US Labour Against War (USA); 

  2. Daniel GLUCKSTEIN, International coordinator of the International Liaison Committee of Workers and Peoples (ILC);

  3. Falah ALWAN, President of the Federation of Workers Councils and Trade Unions in Iraq (FWCUI);

  4. Khadije EL HUSAINI, International Confederation of Arab Trade Unions (ICATU);

  5. Aso JABBAR, Union of Unemployed in Iraq (UUI);

  6. Olivier DORIANE, International Liaison Committee (ILC), France;

  7. Jean-Pierre BARROIS, Member of the delegation that went to Iraq in October 2003, (France);

  8. Max ROBERT, Hosting committee for the conferences in defence of ILO conventions (Switzerland).


    Heute, am 15.März 2004, wurde eine internationale Delegation von der ILO in Genf empfangen, kurz vor dem Gedenktag an die Bombardierungen Iraks, die am 20.3.2003 einsetzten.

    Wir rufen auf: alle Arbeiter und alle Delegationen, die gegen den Krieg waren.

    Wir rufen auf: alle, die an den Demonstrationen vom 20.3.2004 teilnehmen werden, die sich gegen die Besetzung Iraks und gegen den Krieg richten.

    Am 15.März gingen wir zum ILO-Büro in Genf, um erneut unseren engagierten Widerstand gegen den unter US-Führung organisierten Krieg und die Besetzung Iraks zu bekräftigen.

    Wir bestätigten unser Engagement in der Verteidigung der Unabhängigkeit und Souveränität der Nationen und Bevılkerungen. Wir bekräftigten unsere Ablehnung des Krieges und der militärischen Besetzung, die die Einheit und Souveränität weltweit in Gefahr bringen. Wir lehnen das "broad regions framework? Der Groşmacht ab, das der Bevılkerung auferlegt wird, um die Einigkeit und Souveränität der Nationen zu zerstıren.

    Es liegt uns daran zu betonen,, dass die internationale Arbeiterbewegung den Kampf aufnehmen muss gegen die illegale und unmoralische Besetzung Iraks. Wir wiederholen, was wir schon ununterbrochen sagen, seit wir vor neun Monaten unsere gemeinsame Kampagne starteten: Es kann in Irak keine Demokratie geben,, wenn die irakische Bevılkerung nicht selbst bestimmen kann über die Verfügung über die Ressourcen, über ihr Schicksal und ihre Zukunft? und ihre eigene Kontrolle über ihre eigene òkonomie, und wenn die irakischen Arbeiter nicht frei sind, Organisationen nach eigener Wahl aufzubauen.


    Unsere Delegation war zusammengestellt aus:

    Gene BRUSKIN, co-convenor, US Labor Against War (USA);  Daniel GLUCKSTEIN,
    International coordinator of the International Liaison Committee of Workers and Peoples (ILC); Falah ALWAN, President of the Federation of Workers Councils and Trade Unions in Iraq (FWCUI); Khadije EL HUSAINI, International Confederation of Arab Trade Unions (ICATU); Aso JABBAR, Union of Unemployed in Iraq (UUI); Olivier DORIANE, International Liaison Committee (ILC), France; Jean-Pierre BARROIS, Member of the delegation that went to Iraq in October 2003, (France); Max ROBERT, Hosting committee for the conferences in defence of ILO conventions (Switzerland).

    Unsere Delegation übergab der ILO ein Memorandum. Da wir in über 70 Ländern eine Kampagne durchführen, verlangten wir, von Herrn Juan Somavia, dem Generaldirektor der ILO, empfangen zu werden.  Wir trafen uns mit Herrn Ahmed Khalef und Herrn Luc Desmaret, Mitglieder des Aktionsbüros für die Arbeiter, das mit der ILO -Workers Group -verbunden ist. Danach erklärten sie uns, dass sie uns in eigener Verantwortung empfingen, die Delegation übergab das Memorandum, und dann begann eine Debatte über die ganze Arbeiterbewegung.

    - Die Antwort auf unsere Frage "Kınnen wir eine Antwort von -Workers Group -erwarten?? lautete: "Wir kınnen Ihnen nicht versichern, dass Sie eine Antwort erhalten werden; aber da Sie ein Statement von- Workers Group -verlangen, kann man logischerweise damit rechnen?

    - Auf unsere Frage nach dem Engagement der ILO im ablaufenden Prozess in Irak wurde uns geantwortet: "Soweit wir wissen, ist die UNO aus dem Prozess herausgehalten worden, so auch -Workers Group-, das eine Unterorganisation der ILO ist.?

    - Auf unsere Frage, ob ein Dokument existiere, das gemeinsam von der ILO und dem irakischen Arbeitsministerium verfasst worden sei, war die Antwort: "Wir wissen nichts von einem Dokument dieser Art, aber wenn es eins gibt, werden Sie eine Kopie erhalten?

    - Auf die Frage nach der Wiederaufnahme Iraks in die ILO, die, nach der Ankündigung von Herrn  Paul Bremers technischem Berater, im nächsten Juni stattfinden sollte, war die Antwort: "Wir wissen nichts von so einem Plan?

    - Eine weitere Frage lautete: Was kınnte getan werden, um dem vorzubeugen, dass Irak heute das System der offiziellen Ernennung und Anerkennung von Gewerkschaften, mit Ausschluss des Rechts auf  eigene Wahl der Organisation, einfach weiterführt?  Die Antwort verwies auf die Mechanismen der ILO, die zur Verfügung stehen für jede irakische Gewerkschaft, die feststellt, dass ILO-Richtlinien missbraucht werden; sie kann Klage

    Wir rufen alle Arbeiterorganisationen weltweit auf: Kann eine Arbeiterorganisation akzeptieren, dass irakische Arbeiter ausgeschlossen sind vom Recht auf international anerkannte ILO-Konventionen?

    Kann eine Arbeiterorganisation akzeptieren, dass nach einem so genannten "Krieg für Demokratie?, der effektiv organisiert wurde auf der Basis von Staatslügen, betreffend die vorgebliche Existenz von Massenvernichtungswaffen, dass also nach einem solchen Krieg alle Machenschaften des früheren Regimes, die sich gegen die Arbeiter und ihre Gewerkschaften richteten, verewigt und verstärkt werden durch die neuen Besatzungsmächte?

    Ist es mıglich über Souveränität zu reden, wenn Ricardo Sanchez, der amerikanische Oberbefehlshaber der Bodentruppen in Irak, ıffentlich verkündet, dass die Koalitionstruppen mindestens ein weiteres Jahr in Irak bleiben werden?

    Wir rufen alle Arbeiterorganisationen weltweit auf, sich unserer Kampagne für Arbeiterrechte in Irak anzuschlieşen. Wir rufen sie auf, unser Memorandum so weit wie mıglich zu verbreiten, besonders anlässlich der Aktivitäten zum 20.März, und es zu unterstützen. Wir rufen sie alle auf, es weit herum zirkulieren zu lassen in ihren eigenen Gewerkschaften, in ihren Betrieben, unter Arbeitern.

    Wir rufen die Arbeiterorganisationen weltweit auf, die neue Delegation zu sponsern, die von der Gewerkschaftskoalition gegen den Krieg in den USA, USLAW, geplant ist, welche zum 1.Mai nach Irak fahren will.

    In Anbetracht dessen, dass auf der nächsten Jahresversammlung der ILO das Thema Irak  behandelt werden soll, rufen wir  alle Arbeiterdelegierten bei der ILO-Versammlung dazu auf, unser Memorandum zu unterstützen und sich dafür einzusetzen, dass Antworten gegeben werden.

    Wir werden im Namen unserer Organisationen einen Rapport über die Kampagne für Arbeiterrechte in Irak unterbreiten auf der 13. Konferenz für die Verteidigung der ILO-Konvention (Sonntag, 13.Juni 2004) , die vom International Liaison Committee of Workers and Peoples  einberufen wurde.

    Wir rufen die internationale Arbeiterbewegung auf, den Kampf gegen die Besatzung weiterzuentwickeln, den Kampf zu intensivieren, damit die irakischen Arbeiter die Gewerkschaften ihrer eigenen Wahl bilden kınnen.

    Unsere Initiative ist nicht aus Gegnerschaft oder als Herausforderung gegenüber andern Initiativen gedacht. Wir sind nicht im Wettbewerb  mit andern Organisationen; das Ziel unserer Kampagne ist, bei vollem Respekt gegenüber den Vorrechten jeder Organisation, einen Beitrag zu leisten zum Kampf für Arbeiterrechte in Irak, die ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie sind.


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