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Irak: Islamisten Wahlen
oder amerikanische Parteiausschüsse zur Wahlvorbereitung?
Von Mahmood
Ketabchi ,
Arbeiterkommunistische Partei Iran
mekchi@msn.com
20.02.04
Der Streit zwischen der US-
Regierung und den Islamisten in Irak, um die Formation einer künftigen
irakischen Regierung , hat der westlichen Bourgeoisie und den liberalen Medien
die Gelegenheit gegeben, der Welt zu erzählen, dass Irak an einer
schicksalhaften Kreuzung von Freiheit oder Gewaltherrschaft steht. Uns wird
weiter von irgendwelchen Auslässe von Medien erzählt, dass die US-Regierung den
Irak nach einem westlichem und weltlichem demokratischem Modell aufbauen will,
während westliche liberale, Anti-Besetzung Reporter eine große Vernarrtheit
zeigen, in das was sie als Sistani's Aufruf für eine
"populäre demokratische Wahl" bezeichnen.
Müssen wir es glauben, dass Bremer,
der US-Verwalter in Irak, sich für Despotismus einsetzt, und Sistani die Freiheit verlangt, oder umgekehrt? Diese Darstellung der Situation in Irak ist
reiner Unsinn und eine Travestie der Wirklichkeit. Der Aufruf der Islamisten
nach Wahlen, hat nichts mit den Rechten der irakischen Leuten zu tun, eine
eigene Regierung zu bilden, in einer sicheren und freien Umgebung. Und auch
Paul Bremers Plan, Parteiausschüsse statt einer Wahl abzuhalten, kommt nicht
von seinem Wunsch, eine freie weltliche Gesellschaft in Irak aufzubauen. Der Konflikt zwischen der US-Regierung und
den Islamisten in Irak ist ein Machtkampf zwischen
zwei Polen von Reaktionen, die in Wirklichkeit, Hand in Hand daran gearbeitet haben, die irakische
Gesellschaft an den Rand einer vollständigen Zerstörung und eines
fürchterlichen und düsteren Planes von religiösem Krieg und ethnischem Reinigen
zu bringen.
Was man nicht in der Berichterstattung
der Medien sehen kann, ist der Mangel an Debatte darüber wie sich die U.S.A.
und die Islamisten unterscheiden, in dem was sie für
die Zukunft von Irak bieten. Die oberflächlichen Argumente um die Frage der
Wahlen oder Parteiausschüsse zur Vorbereitung von Wählern sagen sehr wenig aus
über die Pläne der US-Regierung und der Islamisten
für Irak. Tatsache ist, dass mit oder ohne Wahlen, die Islamisten
und die US-Regierung nicht weit von einander stehen, was die Natur der
Regierung die sie wollen angeht. Der reaktionäre Islamische -Pol will eine religiöse
Autokratie. Die US-Regierung wird damit
einverstanden sein, solange eine solche Regierung eine freundliche Beziehung
mit den USA und anderen westlichen Kräften behält, und sie deren politischen
und wirtschaftlichen Interessen schont. Im Moment hat die USA niemanden auf den
sie zählen kann, außer den gewalttätigsten und reaktionärsten Teilen der
irakischen Bourgeoisie, Islamisten, Stammesherrscher,
ethnozentrische Kräfte und Leute wie Ahmed Chalabi, der jahrelang auf der CIA-Lohnliste gewesen
ist.
Während mehr als zwei Jahrzehnte
förderte die US-Regierung den politischen Islam
in der Welt, um seien anti-kommunistische Tagesordnung zu unterstützen
gegen freiheitsliebende Mächte und behielt enge Beziehungen mit freundlichen
islamischen Regierungen wie
Saudi-Arabien. Ähnlich wurden in Irak die Islamisten
in den Vordergrund gestoßen, mit US-Unterstützung und Ermutigung. Es war die „US-Marionette, Regierungsrat von
Irak“, welche die übrig gebliebenen Familiengesetze ersetzte, mit den
islamischen Sharia- Gesetzen, die Frauen offiziell
als Untermenschen betrachten. In Afghanistan, wohin die US-Regierung ging, um
die Leute zu „befreien“, wurde ein islamisches Regime offiziell von
amerikanischen kriminellen islamischen Verbündeten unter US-Pistole begründet. Politscher
Islam und US-Politik gehen Hand in Hand,
und es gibt keinen notwendigen, unvermeidlichen, oder unlösbaren Konflikt
zwischen den zwei.
Wahlen und repräsentative Demokratie
haben sehr wenig mit Freiheit Massenteilnahme, oder Kontrolle in dem
politischen Prozess zu tun. Sie sind politische Gerüste, durch die die
Bourgeoisie ihre Kontrolle über die Gesellschaft legitimiert. Alle paar Jahre bekommen Leute die Chance,
ihre höchste "staatsbürgerliche Pflicht auszuüben", sich ihrer Macht
als Bürger zu erleichtern und sie jenen zu delegieren, die über sie herrschen
werden und sie ausbeuten. Durch diese
Verfahren bekommen wir George Bush, Hitler, Khomeini, Aznar,
Berlusconi, Bill Clinton, und so weiter. Wenn das Wahlspiel nicht an den besten
Interessen der bourgeoisen Gesellschaft arbeitet, dann wird sie ihre Pistolen
und Machten herausnehmen, Blut wird vergossen, und/oder es wird kein Stein
ungedreht gelassen, um den Prozess zu untergraben, den sie so bewundern und
umjubeln. Wahl und Wahlfetischismus sind
reine Bourgeoisieheuchelei.
Irakische Leute haben einen
gerechten Wunsch, ihre eigene Regierung zu wählen. Nach Jahrzehnten von Leiden
unter dem Baath faschistischem Regime, wollen sie Freiheit und eine menschliche
Gesellschaft. Die Leute von Irak sehen
faire und freie Wahlen als ihr Recht, das sie ausüben wollen. Aber der Aufruf der Islamisten
für eine Wahl, hat nichts mit Freiheit zu tun, oder mit dem Wunsch der
irakischen Leute, eine bessere Zukunft aufzubauen. Es ist ein Versuch, den Moment zu ergreifen
und in Irak einen größeren Anteil an der politischen Macht zu suchen. Die Islamisten
wollen sicherstellen, dass Irak offiziell eine weitere islamische Republik
wird.
Al-Sistani ist ein reaktionärer,
heuchlerischer und opportunistischer Mullah, der nie seinen Mund öffnete oder
einen religiösen Erlass ausgab, ", um gegen die mörderische und
Genozid-ähnliche Politik der USA in Irak zu protestieren, wie alle großen
Mullahs es normalerweise machen. Aber jetzt, mit der Hilfe einiger
Medien-Demagogen, stellt er sich als ein "Mystiker", ein
"geistiger", "demütiger", und "einfacher" Mann,
der keine politischen Ambitionen hat, aber nur besorgt ist um die Zukunft von
Irak; ein Mann, der einen "demokratischen Prozeß
und Wahlen will", und eine repräsentative Regierung, auf dem Willen der
Leute basierend. Solche Darstellung von Islamisten in
Irak wirft Staub in die Augen der Leute und beabsichtigt, die
Völkergemeinschaft daran zu hindern, den wirklichen reaktionären und
mittelalterlichen Charakter von Sistani und seinen
Kumpanen zu sehen.
Die Leute von Irak haben ein Recht,
frei eine Regierung ihrer eigenen Auswahl zu wählen. Der Plan der US-Regierung, durch US-Ernannte
Parteiausschüsse eine irakische Regierung zu bauen, ist nichts weiter als ein
Versuch, auf dem Modell des Leitenden Rates in Irak ein Marionettenregime zu
schaffen, auf den sie gesetzt haben.
Aber freie Wahlen können nur in einer sicheren und offenen Umgebung
geschehen, frei von Terror, Gewalt und Einschüchterungen. Freie Wahlen finden nur wahre Bedeutung wo
freie politische Aktivität für alle Leute und politische Parteien
sichergestellt und geschützt werden.
Eine freie Wahl in einem besetzten
Irak, unter der mörderischen militärischen US-Maschinerie ist unmöglich. US-Militarismus und der Terrorismus der
rechten Nationalisten sowie der militärische Aufstand der Islamisten
in Irak, erlauben kein Stattfinden von einer freien Wahl. Die Leute von Irak
können ihre eigene Regierung nicht frei wählen, wenn islamische Kräfte-besonderes
im Süden von Irak- die Massen terrorisieren. Sie können es auch nicht, wenn die
US-Marionette des Leitenden Rates Gesetze wie den Beschluss 137 (islamische Sharia- Gesetze) verabschiedet, um Frauen zu
entmenschlichen und sie zu Untertanen machen, von Gott, Moschee, islamischer
Klerus, männlichen Verwandten und Männern im Allgemein.
Um eine Umgebung zu schaffen, in
welcher die Leute von Irak ihre eigene Regierung frei wählen können, muss die
US-Besetzung von Irak sofort enden, und die US-Armee muß
sich vollständig aus Irak zurückziehen. Aus Gründen der praktischen
Notwendigkeit, sollte die UNO, mit Hilfe der internationalen
Menschenrechtsorganisationen, und andere Wohltätigkeitsorganisationen, den Irak
vorübergehend verwalten, als Übergang zu einer frei gewählten Regierung der
Leute von Irak.
Am Wichtigsten ist es, für die
folgenden Maßnahmen zu kämpfen, sie einzuführen und zu installieren, mit einer
Massenbewegung der Leute. Auf diese Maßnahmen hat die kommunistische
Arbeiterpartei von Irak hingewiesen:
- Volle und bedingungslose
politische Freiheit, Bekenntnisfreiheit, Ausdruck, Presse, Versammlung,
Demonstration, Organisation, Streik und die Freiheit der Formation politischer
Parteien.
-Trennung der Religion vom Staat und
der Ausbildung. Alle religiös inspirierte Gesetze und Regulierungen müssen
aufgehoben werden. Individuen müssen Freiheit von Religion und Atheismus haben.
- Volle und bedingungslose
Gleichberechtigung von Männern und Frauen in gesetzlichen, gesellschaftlichen
und individuellen Domänen und das Aufheben von allen Gesetzen und
Regulierungen, die dieses Prinzip brechen.
- Volle und bedingungslose
Gleichheit aller Bewohner ohne Rücksicht auf Geschlecht, Staatsangehörigkeit,
Religion, Ethnie, Volkstum und Staatsangehörigkeit.
-Abschaffung der Todesstrafe.
- Die Öffentlichkeit und besonders
die politischen Parteien, müssen freien Zugang zu den Massenmedien haben.
Um eine freie Umgebung für die
irakischen Leute zu garantieren, müssen internationale progressive Bewegungen,
einschließlich progressiver politischer Mächte und freiheitsliebender
Organisationen, aktiv eingreifen und die Prinzipien von Freiheit, Gleichheit, Säkularismus, Fortschritt und einer besseren Welt für die
Leute von Irak aufrechterhalten.
Freiheit und ein menschliches Leben kennen keine Grenzen.
Auch muss die progressive Menschheit
seine unmissverständliche Unterstützung, für den andauernden und wachsenden,
progressiven und weltlichen Kampf der Arbeiter, arbeitslosen Massen, Frauen und
Jugend in Irak geben. Es ist dieser Kampf, der Irak von den Mächten von
Reaktion, Nationalismus, religiöser Gräueltaten und Ethnozentrismus
befreien wird und eine progressive und menschliche Gesellschaft aufbauen wird.
Nur die progressive Menschheit, in
und außerhalb Iraks, kann der irakischen Gesellschaft eine bessere Zukunft
bringen. Die Arbeiter
kommunistische Partei von Irak führt diesen historischen Kampf. Eine direkte
internationale Solidaritätsbewegung mit WCPI zu bauen, ist eine Aufgabe und
eine Herausforderung für alle, die wirklich für Freiheit und eine bessere Welt
stehen.