Iraq
Freedom Congress (IFC)
Irakischer
Freiheitskongress (IFK)
Kontakt in der Schweiz:
Aso Jabar (Vertreter der Föderation der
irakischen Arbeiterräte und Gewerkschaften im Ausland)-FWCUI
Adresse: FWCUI ,Postfach 8553 , 3001 Bern , Switzerland, Tel.:0041 78 882 55 89,
Email:asojabbar@yahoo.com
Gründungserklärung
Hiermit erklären wir die Gründung des „Iraq Freedom Congress
(IFC)“
IFC ist eine breite Organisation zur Etablierung einer
freien, weltlichen und nicht-ethnischen Regierung im Irak. Eine Regierung,
welche auf der direkten Souveränität der Menschen im Irak basiert und der die
Garantie zugrunde liegt, dass die Menschen die Regierung frei und bewusst
selbst bestimmen können.
IFC ist unabhängig, demokratisch und weder religiös noch
ethnisch gebunden.
IFC wurde gegründet, um den Untergang der Zivilisation im
Irak zu überwinden. Gegenwärtig wird die Lage der irakischen Gesellschaft durch
die US-Besatzung, die Herrschaft des politischen Islams, dessen Stämmen und
deren politischen Verbrechern bestimmt. Das Land ist in sich zerrissen. Die
Menschen im Irak sind zwischen den zwei Polen des weltweiten Terrorismus
gefangen, - des US-Staatsterrorismus sowie dem politischen Islam, welche beide das geistige wie auch
physische Wohlbefinden der Menschen im Irak zerstören.
IFC bemüht sich, die Souveränität der Menschen wieder
herzustellen. Die einzige Möglichkeit dies zu erreichen ist, die Menschen dazu
zu mobilisieren, das Land und dessen Schicksal selbst in die Hand zu nehmen,
ganz gleich in welchem Umfang dies geschehen mag und kann, um aus dem Dilemma
der US-Besatzung sowie des politischen
Islam zu entkommen und die eigene Souveränität aufzubauen.
IFC mobilisiert und organisiert Menschen innerhalb ihrer
lokalen Organisationen und Bezirke, um die Kontrolle und die Freiheit der
Menschen dort zu garantieren. IFC schützt die Souveränität vor jeder Art der
Aggression. Die Unabhängigkeit der Menschen ist Grundlage des Manifests des
IFC.
Einzelpersonen wie auch Organisationen (Parteien,
Gewerkschaften, Räte, Vereinigungen und Institutionen), welche die Ziele des
IFC anerkennen und den Programmen und Statuten des IFC nicht widersprechen,
können sich unter diesen Voraussetzungen dem IFC anschliessen.
Die Tätigkeit des IFC und der angeschlossenen
Organisationen ist nicht auf den Irak beschränkt. Die Bestrebungen des IFC
liegen darin, weltweit eine Stütze für alle freidenkenden
und fortschrittlichen Menschen, Organisationen und Institutionen zu sein.
Der IFC ruft alle freiheitsliebenden Menschen auf, ihm
beizutreten.
18. März 2005
Unterzeichner:
Arman Farakish (Vorsitzender des
Komitees für Bürgerrechte im Iran), Asai Konji (Vorsitzender des Komitees für Solidarität von
sozialistischer Demokratie - Japan), Aso Jabar
(Vertreter der Föderation der irakischen Gewerkschaften im Ausland), Assame Gaem (Schriftsteller), Amjad Gafor (Vorsitzender des
Kongress für Unabhängigkeits- Referendum im Kurdistan), Dr. Hossain
Haref (Vorsitzender der Verein für Schauspiel-Kunst
im Irak), Dr. Riaz Al Sadi
(Professor für Politikwissenschaft - Uni in Basra), Rebvar Ahmad (Leader der Arbeiterkommunistischen Partei des
Irak), Sami Hassan (Vertreter der Föderation der Gewerkschaften in Basra), Salam Mansoor (Künstler),
Samir Adel (Vorsitzender des Exekutiv-Büro der Arbeiterkommunistischen Partei
des Irak), Satoo Kasoyoshie
(Vorsitzender der Bewegung für demokratische Sozialismus in Japan), Shamal Ali (Mitglied des Polit-Büro der
Arbeiterkommunistischen Partei des Irak), Javad Asslani (Aktivist des Komitees für Bürgerrechte im Iran),
Dr. Amer Aayez ( Professor für Politikwissenschaften
in Uni-Basra), Ali Abas (
Vorsitzender der Gewerkschaftsbund in Basra), Falah Alvan (Vorsitzender
der irakischen Gewekschaftsbund),
Fateh Shaikh ( Vorsitzender
des Polit-Büro der Arbeiterkommunistischen Parte des Iran – Hekmatist),
Fares Mahmood (Mitglied des
Polit-Büro der Arbeiterkommunistischen Partei des Irak), Gassem
Hadi (Vorsitzender der Arbeitslosenbund- Irak), Kazim Anizan (Vorsitzender der
demokratischen Organisation – Irak), Koorosh Modaresi (Leader der Arbeiterkommunistischen Partei des
Iran – Hekmatist), Mazlom Ababs ( Aktiver Kommunist), Mohammad Hassan Saleh (Vorsitzender der Organisation für
Soziale Gleichheit), Megdam Abdoljabar
(Professor an der Uni- Basra), Moaied
Ahmad (Mitglied des Polit-Büro der Arbeiterkommunistischen Partei des Irak),
Dr. Namir Al-Khayat
(Professor an der Uni- Basra), Nassrin
Djalali (Aktivistin des Komitees für Bürgerrechte im
Iran), Hosan Mahmood (
Aktivistin der Frauenbewegung im Irak), Nadie Mahmood (Vorsitzende des Zentrum für Frauenkunde in
Mittlere Osten), Dr. Yosam Shaker, Yasin Taha Yasin
(Vorsitzender des Intellektuellen Zentrum - Alan), Yanar
Mohammad ( Vorsitzende der Organisation für Freiheit der Frauen im Irak)
Iraq Freedom Congress (IFC)
1.
Die Organisationsstruktur des IFC basiert auf den Massen, den Netzwerken
der Bevölkerung und der Erreichung der Kontrolle in den Nachbarschaften und Distrikten.
Wo immer die Balance der Kräfte es zulässt, werden Volkshäuser gegründet.
Volkshäuser sind Basisorganisationen, welche die lokalen Kräfte vereinigen. In
Volkshäusern trifft sich die einheimische Bevölkerung, organisiert sich,
entscheidet autonom und übt ihre Souveränität aus.
2.
IFC-Büro-Mitglieder werden gewählt, ausgenommen für die Startperiode
oder wo Wahlen aufgrund fehlender Sicherheit nicht durchgeführt werden können.
3.
Den lokalen Organisationen stehen Stadt- oder Distriktkomitees vor.
4.
IFC wird in der Zeit zwischen den jährlichen Generalkonferenzen durch
den Zentralrat geführt. Die Zentralratmitglieder werden an der jährlichen
Generalkonferenz gewählt.
5.
Die Jahreskonferenz ist das Treffen der Delegierten der
IFC-Organisationen. Die Delegierten werden entsprechend der Konferenzregeln
gewählt.
6.
Mitgliedschaft:
a) jeder/jede, der/die die Ziele des IFC teilt und die Mitgliedergebühr zahlt,
kann dem IFC beitreten.
b) Gewerkschaften, Räte, politische
Parteien und andere Organisationen können dem IFC beitreten, vorausgesetzt:
- ihr Programm und ihre Politik
widersprechen nicht den Zielen und dem Manifest des IFC
– sie erklären öffentlich die
Befolgung der Ziele des IFC
– sie ermutigen und laden ihre
Mitglieder öffentlich ein, sich an den Volkshäusern zu beteiligen und mit dem
IFC zu kooperieren.
7.
Politische Parteien können gemäss den durch IFC-Regeln festgelegten
Bestimmungen ihre eigenen Fraktionen innerhalb des IFC bilden.
8.
Mitglieder und Vertreter politischer Parteien haben keine speziellen
Privilegien und können nur nach einer Wahlprozedere ein eigenes Büro im IFC
haben.
9.
Grundtaktiken:
a) Lokale Kontrolle: Mobilisierung der Menschen und Übernahme der Kontrolle
über lokale Gebiete und Distrikte; den Islamisten,
den USA, den nationalistischen Kräften die lokale Kontrolle wegnehmen und sie
den Menschen an der Basis übergeben, so wie im IFC-Manifest dargelegt.
Volkshäuser dienen als Basis zur Organisierung der Menschen und zum Aufbau der
Souveränität der Menschen.
b) Bewaffnete Bürgerwehr: Aufbau
einer bewaffneten Volksmiliz um den feindlich gesinnten Kräften entgegen zu
treten.
C) Organisierung der Menschen auf
vielfältige Weise, Entwicklung von Volksinitiativen zum Aufbau der Macht des
Volkes und um die Lebensqualität
zu verbessern.
10.
Finanzen: Die Finanzen
des IFC basieren auf Transparenz und Offenheit. Alle Einkünfte, inklusive der
Mitgliedergebühren und Ausgaben des IFC sind öffentlich und zugänglich für alle
IFC-Mitglieder.
Führung und Treffen der nationalen
IFC-Offiziellen in der Zwischenperiode – bis zur ersten Jahresgeneralkonferenz
– wird folgendermassen bestimmt:
1.
Der Zentralrat ist das höchste Organ des IFC
2.
Der Zentralrat umfasst Gründer des IFC und Einzelpersonen (anerkannt
durch den Zentralrat, wenn deren Mitgliedschaft den IFC stärkt)
3.
Die erste Jahresgeneralkonferenz des IFC findet innerhalb von neun
Monaten nach der Gründung des IFC statt.
4.
Der Zentralrat wählt die Vorstandsmitglieder und den Generalsekretär
info@ifcongress.org, info.IFC@gmail.com
Manifest des
Der US-Krieg gegen Irak führte zur Auflösung
des Aufbaus der zivilen Kräfte. Dieser Krieg entfesselte die reaktionären und ethnozentristischen Kräfte in Irak in grossem Ausmass. Das
tägliche soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben landete in einem
Abgrund. Irak muss die zivile Gesellschaft wieder aufbauen. Die Sicherheit, die
Lebensqualität und die Grundfreiheit der Menschen müssen wiederhergestellt werden
und ihr Recht auf informierte und freie Bestimmung über die Zukunft in Irak
muss garantiert sein.
Die aktuelle Situation in Irak ist das Produkt
der US-Politik, des politischen Islam und des arabischen und kurdischen
Nationalismus. Die Militärinvasion Iraks und die folgende Demütigung und
Unterordnung des Landes gepaart mit der Zerstörung der Infrastruktur des Landes
– sowohl während der Phase der Wirtschaftssanktionen als auch der jetzigen
Invasion – verleiht der jetzigen Besetzung noch grössere Dimensionen. Ohne
Aufhebung der Besetzung gibt es keine realistische Verbesserung der Situation.
Der Einfluss der sozialen und politischen
Invasion Iraks zusammen mit der militärischen Aggression und Gewalt brachte die
dunkelsten politischen und sozialen Kräfte in Irak und der Region an die
Oberfläche. Die Invasion und Besetzung Iraks bildete eine einzige grosse
Rekrutierungsmöglichkeit für den politischen Islam in Irak und der Region und
Irak verwandelte sich in einen Magneten für den politischen Islam. Die westliche
und im speziellen die US-amerikanische Politik mobilisieren und rekrutieren,
mehr noch als die islamistischen Agiteure,
Kräfte für den politischen Islam. In ihrem Ziel, die Lage in Irak unter
Kontrolle zu bringen, greift die US-Regierung auf die religiösen und ethnozentristischen Kräfte zurück und rückt Irak näher und
näher an eine islamistische Gesellschaft.
Die Islamische Republik Iran, Bin
Laden-ähnlicher Islam und die schiitischen und sunnitischen Kräfte in Irak sind
hauptsächliche Gründe für die Rückschritte in Irak. Diese Kräfte in der Gestalt
der ‚Bewahrer‘ der Würde des irakischen Volks, der ‚Bewahrer von Sicherheit und
sozialen Dienstleistungen‘ und die sogenannten Architekten des Wiederaufbaus
eines ‚zivilen Lebens‘ haben das irakische Volk in einen verheerenden Zustand
getrieben. Menschlichkeit und menschliche Werte sind unter den islamistischen Strömungen in Irak auf den Tiefstpunkt
gesunken.
Die Kurdisch-Nationalistische Strömung, in
Verfolgung ihrer eigenen Interessen und ihren Machtanteil sichernd, profitiert
von der Verbreitung des Chaos und der Verschlechterung des Zivillebens in
anderen Teilen Iraks. Nie zuvor hat es in Irak so tiefen ethnischen und
nationalistischen Hass gegeben. Der kurdische Nationalismus hat dem arabischen
und turkmenischen Nationalismus Auftrieb gegeben.
Gegen die US-Amerikaner und die Kräfte des
politischen Islam entwickelt sich eine Dritte Kraft, welche das Land aus der
herrschenden Hölle heraus lenken will. Diejenigen, die durch die Gewalt,
Demütigung und Erniedrigung durch die Islamisten, der
ethnischen Kräfte und der US-Besetzungstruppen frustriert sind, z.B. die
Arbeiter und Arbeiterinnen welche physische Zerstörung erleben, die Jugend die
auf eine bessere Zukunft hofft, die Frauen, welche unter dem politischen Islam
leiden und eingeborene Stammesmitglieder und freiheitlich gesinnte
Intellektuelle, welche einen Ausweg aus dieser Situation suchen: Sie alle
bilden diese Dritte Kraft.
Der Ausweg aus der gegenwärtigen Situation ist,
alle Täter, welche für die verzweifelte Lage der Menschen in Irak
verantwortlich sind, zu entfernen. Keine der für das herrschende Chaos
verantwortlichen Kräfte kann bei der Beendigung dieser Situation eine Rolle
spielen. Jeder einzelne Akteur in
diesem Konflikt rechtfertigt seine Existenz gegenüber den anderen Kräften. Die islamistischen und arabisch-nationalistischen Kräfte ziehen
ihre Kräfte aus der sozialen Dimension der Besetzung und der Frustration des
irakischen Volkes.
Keine der dem irakischen Volk präsentierten
Lösungen bringt den Ausweg aus der gegenwärtigen Krise. Diese Lösungen kann man
grob in drei Kategorien einteilen.
1.
Paktieren mit dem politischen
Islam
Mit dem politischen Islam zu paktieren als
Mittel um gegen die US-amerikanische Politik zu protestieren, und gleichzeitig
blind zu sein gegenüber dessen reaktionären und kriminellen Ausrichtung und
Praxis, ist eine verheerende Politik. Diese Politik wird nicht nur keine
Verbesserung der gegenwärtigen Situation bringen, sondern die Position der islamistischen Strömung stärken. Dies wiederum – das
Nichtbeachten der ultrareaktionären Ausrichtung der Islamisten
und die Zerschlagung sämtlicher Hoffnungen auf eine bessere Zukunft – entmutigt
die ehrenhaften und zivilisierten Menschen auf der ganzen Welt, sich aktiv für
eine Beendigung dieser Situation einzusetzen, und gibt damit der USA freie
Hand.
2.
Paktieren mit den USA
Diese Tendenz ist nur die andere Seite der
gleichen Medaille wie beim Paktieren mit dem politischen Islam. Feindlichkeit
gegenüber dem Islam und islamischer Fundamentalismus bildet die Basis für
diesen Ansatz. Gerade dies rechtfertigt jedoch in den Augen der USA die
Besetzung Iraks. Und wieder, wie beim Paktieren mit dem Islam, ist dieser
Ansatz unfähig, einen Ausweg aus dem gegenwärtigen Sumpf aufzuzeigen. Das
einzige, was dieser Ansatz bringt, ist der Aufruf, geduldig zu sein und den
eventuellen Sieg der USA über die Islamisten
abzuwarten. Die sozialen Auswirkungen der Besetzung und der mit der us-amerikanischen Aggression verbundenen Demütigung nicht
zu verstehen, und damit eine Haltung des Abwartens auf den US-amerikanischen
Sieg einzunehmen, verunmöglicht ein aktives Handeln, um Irak aus der
gegenwärtigen Hölle zu retten.
3.
Der Ruf nach einer
Intervention durch Internationale Kräfte
Ein anderer
Ansatz ist der Aufruf, die US-Streitkräfte mit multinationalen Streitkräften
unter der Federführung der UNO zu ersetzen. Dies ist eine unrealistische,
utopische und nicht-praktikable Lösung. Die Wortführer dieser Politik
realisieren nicht, dass ohne die Auslöschung der Kräfte des politischen Islam
und der Faschisten der Wiederaufbau der Zivilgesellschaft nicht erfolgen kann.
Solch ein Ziel hat im heutigen Irak eine militärische und politische Dimension
angenommen. Leider sind die europäischen Regierungen und die UNO mitschuldig an
der Annäherung an den politischen Islam. Deswegen nach einer Intervention durch
internationale Kräfte zu rufen ist eine unrealistische Politik und in der
realen Welt kann dies nur als eine abwartende Haltung verstanden werden.
Die einzige Kraft, die fähig ist die
gegenwärtige Situation zu beenden kann nur eine Organisation sein, welche die
Unterstützung der irakischen Bevölkerung hat. Der Iraq
Freedom Congress will eine solche Organisation sein:
unabhängig, demokratisch, säkular, nicht-ethnisch und eine Massenorganisation,
welche mit dem Ziel gegründet wurde, den Menschen in Irak das Recht auf
Selbstbestimmung über ihre politische Zukunft zu garantieren. Eine
Organisation, die die Menschen vereint und organisiert, damit sie ihr Schicksal
in die eigenen Hände nehmen und sich verteidigen können, die die internationale
Unterstützung mobilisiert und anführt, um die Menschen in Irak aus den Griff der
beiden Pole des globalen Terrorismus zu befreien.
Die Rettung Iraks und der gegenwärtigen und
zukünftigen Generationen sowie der ganzen Region aus der Zerstörung durch die
beiden Pole des Terrorismus hängt vom Aufbau einer solchen Volksbewegung ab.
Um die Protagonisten dieses düsteren Szenarios
zu entfernen muss das irakische Volk:
1) Die Besetzung Iraks beenden – die
US-Streitkräfte müssen Irak sofort verlassen
2) Den Einfluss der islamistischen
Strömungen auf das tägliche Leben beenden
3) Das Recht der irakischen Menschen auf eine informierte und freie
Entscheidung über die Zukunft des politischen Systems garantiert.
4) Das zivile Leben in Irak wieder aufbauen.
Der Plan von IFC besteht darin, den Einfluss
der politischen Machthaber zu brechen, welche für die politische, ökonomische,
moralische und kulturelle Verwüstung des Lebens der Menschen in Irak
verantwortlich sind. Die Menschen ergreifen die politische Macht auf allen
Ebenen. Sie organisieren sich rund um das IFC-Manifest und setzen es zur
Garantie ihrer eigenen Sicherheit, ihres Unterhalts und ihrer Freiheit ein, sie
übernehmen die Verantwortung für ihre eigenen Angelegenheiten, wann und wo auch
immer.
Das unmittelbare Ziel des IFC ist, die Macht zu
übernehmen und eine provisorische säkulare und nicht-ethnische
Übergangsregierung einzusetzen, die folgenden Artikel als gesetzliche
Grundlagen zu deklarieren und ihre Umsetzung zu garantieren:
1) Die USA und die alliierten Kräfte vertreiben
und alle politischen, ökonomischen, militärischen und paramilitärischen
Institutionen auflösen, welche durch die USA gegründet wurden mit dem Ziel,
Irak militärisch, politisch und ökonomisch zu kontrollieren. Sämtliche Gesetze
diesbezüglich auflösen.
2) Auflösung und Entwaffnung aller bewaffneten
und paramilitärischen Gruppierungen welche mit dem Islam und anderen
gesetzlosen Gruppen liiert sind, Konfiszierung ihrer Waffen, Ressourcen und
Finanzen.
3) Veröffentlichung aller Dokumente, Archive und Unterlagen aus der Zeit des Baath- Regimes und der gegenwärtigen Administration
4) Konfiszierung und Wiederaneignung der Besitztümer und Grundstücke der
religiösen Stiftungen um sie für die sozialen, politischen und anderen
Bedürfnisse der Menschen umzufunktionieren
5) Den Menschen ermöglichen, ihre Freiheit zu verteidigen und jegliche
Aggressionen und Angriffe gegen ihre Rechte und Freiheit abzuwenden und zu
unterdrücken
6) Die Trennung von Religion und Staat bzw. Bildung
7) Widerruf aller auf religiösen Grundlagen beruhenden Gesetze und
Verordnungen. Deklaration von Religionsfreiheit und Atheismus
8) Volle und bedingungslose Meinungs-, Glaubens-, Presse-, Versammlungs-,
Organisierungsfreiheit und das Recht auf Demonstration
9) Deklaration der vollen und bedingungslosen individuellen und zivilen Rechte
und Gleichheit zwischen Mann und Frau. Sofortiger Widerruf aller Gesetze und
Verordnungen, die dieses Prinzip verletzen
10) Volle und bedingungslose zivile, politische und soziale Rechte für alle
Bewohnerinnen und Bewohner unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Religion,
Nationalität, Ethnizität und Staatsangehörigkeit
11) Freiheit für alle politischen Gefangenen
12) Abschaffung der Todesstrafe
13) Freier Zugang zu den staatlichen Medien, im Speziellen auch für
Massenorganisationen und politische Parteien
14) Angemessene Arbeitslosenentschädigung für jede arbeitslose Person über 16
Jahren, die arbeitsfähig ist. Angemessene Arbeitslosenentschädigung und
Bereitstellung anderer notwendigen Unterstützungen für solche, die physisch
oder psychisch nicht in der Lage sind zu arbeiten
15) Machtübergabe an die Versammlung der direkten Vertreter und Vertreterinnen
des Volkes, welche die zukünftige politische Regierung bestimmen und eine
Konstitution innerhalb von maximal sechs Monaten entwerfen
16) Abhaltung eines sofortigen Referendums in den kurdischen Gebieten über die
Frage, ob sie einen eigenen Staat bilden oder Bürger des irakischen Staates mit
gleichen Rechten sein wollen.
Der IFC will:
a)
Die Menschen über lokale Netzwerke und in Volkshäusern vereinigen und
organisieren.
b)
Die notwendige Kräfte und Mittel erreichen, um die islamistischen
und nationalistischen Kräfte davon abzuhalten, das Leben der Menschen zu
beeinflussen.
c)
Genügend Druck auf die USA ausüben, damit diese sich aus Irak zurückziehen.
d)
Das Instrument wird, das das Volk unter allen Umständen an die Macht
bringt.
e)
Das Volk bei dieser entscheidenden Herausforderung zu organisieren und
zu führen.
f)
Selbstverteidigung ist ein Grundrecht jedes Individuums. Aufgrund der
Abwesenheit einer legitimen Regierung misst sich das Lebensrecht des
Individuums an seiner Fähigkeit, sich selber zu verteidigen. Der IFC strebt an,
den Menschen das Recht auf Selbstverteidigung zu ermöglichen.
Zivile Menschenrechtsorganisationen auf der
ganzen Welt zu mobilisieren ist ein anderer Weg zum Erfolg für den IFC. Der IFC
will eine Mobilisierungskampagne starten, sowohl in den irakischen
Exilgemeinden als auch unter freiheitlichen Nicht- Irakis.
Moralische und finanzielle Unterstützung durch
Menschen ausserhalb Iraks ist eine wichtige Quelle der Unterstützung für unsere
Bewegung. Das Ausüben von Druck auf andere Staaten und die Mobilisierung von
Freiwilligen, welche unsere Bewegung unterstützen, ist ein anderes Element der
Arbeit des IFC ausserhalb Iraks.
März 2005
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bitte: